Die Offene Tür für deutschsprechende Damen der Kreuzkirche, Bellville

Anfang der siebziger Jahre begann alles mit Herrn Pastor Peters und seiner Frau Ranhild. Wir gründeten den Bastelkreis (heute die Offene Tür). Jeden Donnerstag trafen wir uns im Gemeindezentrum mit Nähmaschinen und Stoffen, gestickt wurde von den älteren Damen. Die kleinen Kinder spielten unter den Tischen, es wurde viel gelacht und gesungen, gebastelt, gestrickt u.s.w., alles für unseren Basar. In den achziger Jahren wurde die Bibelstunde von Dienstag auf Donnerstag verlegt. Es sollte nicht lange dauern und unser Kreis schlief leider ein. Wir suchten uns andere Beschäftigungen. Für uns Mütter, Hausfrauen, entstand eine Lücke, wir verloren den Kontakt. Nach zwei Rücksprachen mit Pastor Plüddemann gelang es Frau Erika Prüter, unserer Gründerin, die Offene Tür zu gründen. Der Anfang war sehr einsam, denn es stand keine Ansage im Kirchenbrief. Erst durch Herrn Pastor Meylahn wurde der Kreis größer. Er unterstützte uns, wir boten sogar einen Dienst für Beerdigungen mit Kaffee und Kuchen an. So konnten wir vieles durch das von uns verdiente Geld für Anschaffungen im Gemeindezentrum erarbeiten, z.B. die große Kaffeemaschine, den Filter, weißes Geschirr, und vieles mehr. Wir machten auch früher kleine Ausflüge, einige davon mit Pastor Hahne. Die Offene Tür ist für alle Frauen, besonders für Alleinstehende, etwas ganz Besonderes. Wir haben uns viel zu erzählen von den heutigen Nöten in unserem Alter aber auch so manches Gespräch geht in die Jugend zurück und viele Erinnerungen werden wach gerufen. Den Donnerstag ist für uns ältere Damen in der Gemeinde ein freier Tag, aber auch wichtig! Sonst haben wir keinen Kontakt in unserer Gemeinde. Kaffee und Kuchen wird von den “Gastgeber Damen” gestiftet. Seit den siebziger Jahren besteht nun dieser “Kreis”. Irgendwann wird wohl Schluß sein, denn ich bin ja auch schon 83 Jahre alt. Ich danke allen Frauen, die uns durch die Jahre begleitet haben.

L. Rodewald